"We're just two lost souls swimming in a fish bowl."
(Pink Floyd - Wish you were here)
Heute ist ein seltsamer Tag. Und ein besonderer.
Weihnachten. Aber irgendwie kann ich das nicht wirklich auskosten. Ich muss noch meine Geschenke fertigstellen. Und Leroy stresst mich. Also mein Freund.
Mir fällt auf, dass er mehr und mehr zu meiner Mitte wird. Mein Tagebuch ist voll von ihm, dieser Blog auch. Dabei wollte ich nie zu den Mädchen gehören, die nichts anderes mehr sehen als irgendeinen blöden Typen.
Ich kann ohne ihn. Ich will es nur nicht. Und ich werde es auch nicht.
Dabei halte ich nichts von Beziehungen in der Jugend. Aber es ist wohl zuspät dafür.
Ich hab ihn jetzt nunmal und ich werde den Teufel tun ihn jetzt einfach aufzugeben.
Auch wenn dann alles einfacher wäre. But hey, it's a wild world!
Passt doch, was? ;)
Der Tag ist zwar noch jung, aber ich muss jetzt einfach hier schreiben. Ich hab unglaublichen Spaß dabei.
Auch wenn heute Regenwettertag ist. Regenwettertage sind melancholisch, kalt, ruhig und voller Regenwettermusik. Keine depri-mukke.
Sondern naja...gut...melancholische Musik eben. Vielleicht doch depri-mukke. was solls.
Achso...wegen der Sache mit der Eifersucht...
Ich kann ihn verstehen. Er mochte Klemens noch nie. Aber ist einer meiner besten Freunde. Das Problem ist nur: ich habe im Sommer mal im betrunkenen Zustand mit ihm rumgemacht. Aber mehr nicht.
Leroy vertraut mir nicht. Ich ihm dafür umso mehr. Er liest mein Tagebuch. Manchmal.
Und nicht alle Einträge. Weil er nicht wissen soll, dass ich abnehme. Ich fühle mich schrecklich. Vier Wochen Amerika im März und man ist 5 Kilo schwerer. Ich werd wieder schön. Für mich. Und für ihn.
Aber er darf davon nichts wissen. Weil er Ernährungsfreak ist. Er würde mich schrecklich auslachen. Das würde er wirklich.
Und langsam habe ich angst, eine Esstörung zu haben. Vielleicht. So genau will ich es ehrlich gesagt nicht wissen. Meine Schwester hatte eine...oder hat.
Was weiß ich. Ich hab mit mal geschworen nie so zu werden wie sie. Sie hat sich selbst verletzt, Magersucht... drei Therapien hat sie schon durch. Aber ich will nicht jammern. Das hab ich schon zu oft. Ich will es nur besser machen als sie.
Hier ein paar wichtige Erkenntnisse:
- Selbstverletzen ist keine Lösung, sondern ein weiteres Problem.
- Sich selbst zu töten ist nicht nur feige, sondern auch rücksichtslos.
- Magersucht passiert schneller als man denkt. Lieber fett als krank.
wie auch immer.
mein Tag ruft mich. Es gibt noch viel zu tun. Das Leben lässt einen nicht los.
Frohe Weihnachten, Welt. Ihr habt es verdient. Alle.
Du schreibst sehr schön! :) Ich verfolge dich mal
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